Manchmal muss es etwas mehr sein!

Orthomolekulare Ernährungsmedizin -

Mikronährstoffe für die Gesundheit

Der zweifache Nobelpreisträger und amerikanische Wissenschaftler Linus Pauling (1901 – 1994) gilt als der Begründer der Orthomolekularen Ernährungsmedizin. Der Begriff „orthomolekular“ setzt sich zusammen aus dem griechischen Begriff „orthós“ = „richtig“ und dem lateinischen „moles“ = Masse, aus dem sich Molekül bzw. molekular ableitet. Der Biochemiker Pauling wählte 1968 diesen Begriff für seine Idee einer "Vitalstoff-Medizin". Pauling setzte auf eine ausreichende Zufuhr von im Körper natürlicherweise vorkommenden Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und essentiellen Fettsäuren.

 

Linus Pauling war einer der herausragendsten wissenschaftlichen Denker des letzten Jahrhunderts und Atomwaffengegner. Er erhielt 1954 den Nobelpreis für Chemie für seine Forschungen über die Molekülstruktur der Proteine und 1962 den Nobelpreis für den Frieden für seine Anstrengungen, Kernwaffentests zu beenden. Die wissenschaftliche Arbeit Paulings späterer Jahre hat viele Kontroversen verursacht und wird von vielen Wissenschaftlern nach wie vor mit Argwohn betrachtet. 1966, im Alter von 65 Jahren, begann er die Ideen des Biochemikers Irwin Stone zu übernehmen, der in großen Dosen von Vitamin C ein Mittel gegen Erkältungen sah.

 

In den USA ist die Orthomolekulare Ernährungsmedizin seit 1978 als offizielles Heilverfahren anerkannt. Forscher weltweit beschäftigen sich mit den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Vitalstoffen für die Gesundheit. Ihre Untersuchungen zeigen, dass Mikronährstoffen eine bedeutende Rolle in der aktiven Gesundheitsvorsorge und bei der ernährungsmedizinischen Therapie zukommt.

 

Auch in Deutschland findet die Orthomolekulare Ernährungsmedizin immer mehr Beachtung. Denn große Ernährungsstudien zeigen: Selbst wenn wir eine generell hervorragende Versorgung mit Lebensmitteln in Deutschland haben, kommt es doch immer wieder zu Ernährungsdefiziten und Mikronährstoff-Mangelerscheinungen – durch eine einseitige Ernährung, durch Diäten, durch Lebenssituationen, die den Vitalstoff-Bedarf erhöhen. Die Orthomolekulare Ernährungsmedizin setzt hier an. Ihre Mikronährstoffkombinationen werden unter Berücksichtigung ernährungsmedizinischer Erkenntnisse sinnvoll kombiniert und ausgewogen dosiert, damit sie speziell auf die bestimmte Bedarfssituation oder medizinische Indikation zugeschnitten sind.